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Flüchtlingsfrauen protestieren

Hamburg. Am kommenden Dienstag (17.9., 17 Uhr, Rathausmarkt) wollen Flüchtlingsfrauen in Hamburg gegen die Verlegung Schwangerer in Asylbewerberheime außerhalb der Stadt protestieren. Der Hintergrund: Vor einigen Jahren ist ein Kind bei der Geburt gestorben, nachdem dessen Mutter aus Hamburg in die Sammelunterkunft in Nosdorf-Horst in Mecklenburg-Vorpommern verlegt worden war. Daraufhin hatte der damalige CDU-Grünen-Senat nach Protesten verfügt, daß Schwangere nach der 24. Schwangerschaftswoche nicht mehr in ein abgelegenes Heim »umverteilt« werden dürfen. Diese Regelung wurde aber von der neuen SPD-Regierung zurückgenommen. Der »Arbeitskreis Schwangere mit ungesichertem Aufenthalt« hatte deshalb eine Unterschriftenaktion für die Wiederinkraftsetzung durchgeführt. Die Unterschriften sollen im Rahmen der Protest­aktion im Rathaus abgegeben werden.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2013, Seite 15, Feminismus

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