Zum Inhalt der Seite

Exvorstand von Siemens muß vor Gericht

München. Fast sieben Jahre nachdem die Schmiergeldaffäre bei Siemens ins Rollen kam, geht die gerichtliche Aufarbeitung des milliardenschweren Skandals auf die Zielgerade. Von Freitag an muß sich der frühere Zentralvorstand Uriel Sharef und damit der letzte ehemalige Topmanager des Elektrokonzerns vor dem Landgericht München I verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte den heute 69jährigen bereits vor rund zwei Jahren wegen des Verdachts der Untreue angeklagt. Die Ermittler werfen ihm vor, im Zusammenhang mit einem geplanten Geschäft für fälschungssichere Ausweise in Argentinien ein Bestechungssystem gedeckt zu haben, das Siemens den Auftrag sichern sollte. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.09.2013, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!