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Kritik am MAD war unerwünscht

Berlin. Das Verteidigungsministerium hat offenbar versucht, Passagen im Bericht der Regierungskommission zu den Antiterrorgesetzen streichen zu lassen. Beamte hätten verlangt, ein kritisches Kapitel über den Militärischen Abschirmdienst (MAD) nicht in das Gutachten aufzunehmen, berichtete der Spiegel am Wochenende. Verhindert werden sollte angeblich eine Debatte über den Sinn des MAD. Die Expertengruppe habe dies jedoch zurückgewiesen. Der Abschlußbericht des von der Bundesregierung eingesetzten Gremiums soll an diesem Mittwoch in Berlin veröffentlicht werden. Vier Mitglieder der sechsköpfigen Kommission stellen laut Spiegel die Existenzberechtigung des MAD in Frage.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2013, Seite 2, Inland

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