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Proteste gegen radioaktive Fracht in Hamburg

Hamburg. Nachdem der Atom-Frachter »Atlantic Cartier« am 1. Mai dieses Jahres in Brand geraten war, hat das mittlerweile reparierte Schiff am Samstag erstmals wieder in Hamburg festgemacht: Es legte am frühen Morgen am O´swaldkai an – in unmittelbarer Nähe des Kreuzfahrtschiffes Queen Mary II. Atomgegner, die mit zwei Booten im Einsatz waren, entfalteten aus Protest gegen die radioaktiven Transporte an der Bordwand des Schiffes ein Transparent.

Die unter schwedischer Flagge fahrende »Atlantic Cartier« gehört der US-Reederei Atlantic Container Line (ALC). Sie ist bekannt für die Transporte von Uranhexafluorid, Urandioxid und Brennelementen in und aus den USA über den Hafen von Hamburg. Absender des dort umgeschlagenen angereicherten Uran­hexafluorids (UF6) ist in der Regel die Urananreicherungsanlage im münsterländischen Gronau, nahe der niederländischen Grenze. Ziel sind drei Brennelemente-Fabriken in den USA. Es wurde erwartet, daß die »Atlantic Cartier« noch am Sonntag mit Ziel USA wieder ablegt.
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(pw)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2013, Seite 4, Inland

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