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Karlsruhe übernimmt Ermittlungen

Karlsruhe/München. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen gegen den Publizisten Ulrich Enzensberger und das frühere RAF-Mitglied Rolf Heißler wegen versuchten Mordes übernommen. Ein Sprecher bestätigte am Montag, die Behörde habe mehr als 40 Jahre nach dem Brandanschlag auf das Haus des Münchener Amtsgerichtsrats Albert Weitl den Fall an sich gezogen. Dieser lag zuletzt bei der Staatsanwaltschaft München. Enzensberger und Heißler werden verdächtigt, beteiligt gewesen zu sein, als Unbekannte das Haus des Richters in einem Münchner Vorort im Februar 1970 mit Molotowcocktails in Brand setzten. Es bestehe der Anfangsverdacht, daß es sich um versuchten Mord handele, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft. Da das Anschlagsopfer ein Repräsentant der Justiz sei, interpretiere man die Tat auch als Angriff auf den Rechtsstaat. Daher seien Ermittlungen der Bundesjustiz geboten. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.08.2013, Seite 5, Inland

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