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Hilfsprogramme stark unterfinanziert

In Syrien arbeiten Internationale Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen, das Welternährungsprogramm, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und nationale Gesellschaften der Föderation (Rotes Kreuz/Roter Halbmond). Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Sommer 2012 in Damaskus aktiv. Nach UN-Angaben sind 6,8 Millionen der 21,4 Millionen Syrer auf humanitäre Hilfe angewiesen. 4,25 Millionen Menschen seien innerhalb Syriens, teilweise mehrfach vertrieben worden. 3,1 Millionen Kinder bräuchten Hilfe. Die Zahl der Syrer, die in die Nachbarländer (Türkei, Irak, Libanon, Jordanien) sowie nach Nordafrika geflohen sind, gibt die UNO mit 1 773 586 Millionen an.

Trotz mehrfacher Verpflichtungen auf internationalen Geberkonferenzen bleibt die Arbeit der UNO drastisch unterfinanziert. Die für Syrien beantragte finanzielle Hilfe in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar ist nur zu 36 Prozent finanziert. Von den für die Flüchtlinge in der Region beantragten drei Milliarden US-Dollar gingen nur 35 Prozent ein. Das IKRK arbeitet mit eigenen Ressourcen.

Unabhängig von den internationalen Appellen wird die Hilfe für Palästinenser in Syrien von der UN-Organisation für die Palästinensischen Flüchtlinge, UNWRA, organisiert. Die 1949 gegründete Organisation ist seit Jahren unterfinanziert. Die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge steigt. Als Flüchtling gelten alle Nachfahren der 1948 als Flüchtlinge registrierten Palästinenser. Vertriebene Palästinenser aus Kuwait, Irak und jetzt aus Syrien brauchen Hilfe. Die israelischen Kriege gegen Gaza und die Besatzungspolitik führen die Palästinenser in immer größere Armut.

Innerhalb Syriens ist die Arbeit für die UNWRA-Mitarbeiter und Freiwilligen gefährlich. Am 9. Juli wurde Muhannad Ashmawi, der als Lehrer in einer UNWRA-Schule im Lager Yarmuk (Damaskus) gearbeitet hatte, durch den Einschlag einer Mörsergranate getötet. Nach Angaben von UNWRA ist Ashmawi bereits der siebte Mitarbeiter, der auf diese Art sein Leben verlor. Zahlreiche palästinensische Flüchtlinge in Yarmuk und anderen Lagern in Syrien wurden ebenfalls getötet.(kl)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2013, Seite 3, Schwerpunkt

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