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Blutbad für den Frieden

Berlin. Aus Protest gegen das Bundeswehrgelöbnis, das am kommenden Sonnabend vor dem Berliner Reichstagsgebäude stattfindet, hat die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsgegner (DFG-VK) ein »Blutbad« angekündigt. Man werde vor der Neuen Wache am Boulevard Unter den Linden Badewannen mit Blut füllen, in dem sich Soldaten »suhlen«, kündigt der Friedensverband an. Damit halte man den Rekruten ihre künftigen Aufgaben und womöglich auch ihr künftiges eigenes Schicksal vor Augen. An der Militärzeremonie vor dem Reichstag werden 500 freiwillige Wehrdienstleistende teilnehmen. Die Gelöbnisansprache hält Bundespräsident Joachim Gauck. Auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) wird zugegen sein. Das Gelöbnis, das nur geladenen Gästen offensteht, beginnt um 18 Uhr, das »Blutbad« bereits um 16 Uhr. (fb)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.07.2013, Seite 5, Inland

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