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Mehr Asylsuchende in Abschiebehaft

Frankfurt. Der Anteil an Asylsuchenden in Abschiebehaft wird immer größer. Flüchtlinge würden nun schon bei der Einreise aufgegriffen und inhaftiert, um sie in zuständige EU-Staaten abschieben zu können. Daher steige der Anteil der in Haft genommenen Asylsuchenden, obwohl die Zahl der Abschiebehäftlinge insgesamt rückläufig sei. Dies geht aus einem Bericht von Pro Asyl und dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau hervor, der am Mittwoch vorgestellt wurde. Nach Angaben von Pro Asyl wurden 2011 noch 16576 Menschen abgewiesen, von denen 6646 verhaftet worden waren. In grenznahen Gefängnissen wie in Eisenhüttenstadt sind bis zu 90 Prozent der Inhaftierten Asylsuchende. Laut Pro Asyl steht dies im Widerspruch zu Aussagen des Innenministers Hans-Peter Friedrich (CSU), nach denen in Deutschland Asylbewerber grundsätzlich nicht in Haft genommen würden. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2013, Seite 1, Inland

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