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IWF übt Druck auf Frankreich aus

Paris/Berlin. Der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt Frankreich zur Umverteilung von unten nach oben: Ohne größeren Reformeifer drohe der zweitgrößten EU-Volkswirtschaft nach Einschätzung der Washingtoner Organisation ein weiterer Verlust an Wettbewerbsfähigkeit.

Die bislang von der Regierung eingeleiteten Reformen »sind nur einer erster Schritt in einem langen Prozeß«, sagte Edward Gardner vom IWF und machte sich für Lohnsenkungen auf breiter Front stark: Frankreich müsse seine Arbeitskosten drücken und die Steuererhöhungen beenden, um international konkurrenzfähiger zu werden. Ein geringerer Mindestlohn und flexiblere Arbeitsverträge könnten die hohe Jugendarbeitslosigkeit verringern helfen. Zugleich drohte er mit schlechteren Prognosen: Das Bruttoinlandsprodukt Frankreichs wird dem IWF zufolge in diesem Jahr um 0,2 Prozent schrumpfen. Im Januar hatte der IWF noch ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet, ehe er die Prognose im April auf minus 0,1 Prozent zurücknahm. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.06.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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