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Tarifbindung in BRD rückläufig

Nürnberg. Für immer weniger Beschäftigte in Deutschland gilt nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern ein Branchentarifvertrag. Im Jahr 2012 seien nur noch 53 Prozent der westdeutschen und 36 Prozent der ostdeutschen Mitarbeiter unter eine branchenweite Tarifbindung gefallen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag. Im Jahr 1970 seien es noch 70 Prozent der Beschäftigten in den alten und 56 Prozent in den ostdeutschen Bundesländern gewesen.Eine Tarifbindung bedeutet, daß die Gewerkschaften in Verhandlungen mit Wirtschaftsverbänden Löhne und Arbeitsbedingungen für eine Branche aushandelt. Sie gelten dann für die Beschäftigten des gesamten Wirtschaftszweiges. Die Arbeitsmarktforscher rechnen in den kommenden Jahren mit einer weiteren Lockerung der Tarifbindung. (dpa-Notizblock)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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