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30.05.2013
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Seidel-Stiftung gibt Nazi-Erbe ab
München. Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung gibt ein Nazi-Millionenerbe ab. Aus den 1,4 Millionen Euro war seit 1984 die Verleihung von Volksmusikpreisen finanziert worden. Auch diese werden künftig nicht mehr vergeben, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Das Geld stammt aus dem Vermögen des Ehepaars Max und Maria Wutz. Im vergangenen Herbst hatte das Magazin Der Spiegel publik gemacht, daß es sich bei den beiden um Nazis der ersten Stunde handelte. Ein von der Stiftung in Auftrag gegebenes Gutachten des Münchner Instituts für Zeitgeschichte bestätigte den Vorwurf inzwischen. Mit den Preisen der Hanns-Seidel-Stiftung waren bislang – so die Auflage des Ehepaars Wutz – traditionelle Volksmusiker aus Bayern geehrt worden. Zuletzt waren sie im Mai 2012 vergeben worden.
(dpa/jW)
(dpa/jW)
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