Zum Inhalt der Seite

Dramen des Alltags

Die Berliner Schriftstellerin Katja Lange-Müller wird mit dem Kleist-Preis 2013 ausgezeichnet. Die 62jährige sei eine der sprachmächtigsten Autorinnen der deutschen Gegenwartsliteratur, teilte die Kleist-Gesellschaft am Freitag zur Begründung mit. Lange-Müller (»Die Enten, die Frauen und die Wahrheit«, »Böse Schafe«) war im vergangenen Jahr Stipendiatin an der Villa Massimo in Rom. Der mit 20000 Euro dotierte Kleist-Preis soll ihr am 17. November im Berliner Ensemble überreicht werden. Die Laudatio wird Nike Wagner halten. Die langjährige Leiterin des Kunstfestes Weimar war von der Kleist-Jury zur Vertrauensperson gewählt worden, als welche sie den Preisträger bestimmen durfte. Lange-Müllers Erzählungen und Romane seien oft Gegenentwürfe zur offiziellen Geschichtsschreibung, heißt es in der Mitteilung. »Von den Außenseitern der Gesellschaft handeln sie, von den Dramen des Alltags im Osten wie im Westen Berlins.« Das Preisgeld kommt vom Holtzbrinck-Verlag, dem Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2013, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!