Zum Inhalt der Seite

Datenschützer ­kritisiert Regierung

Berlin. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Bilanz der schwarz-gelben Regierung für den Schutz der persönlichen Privatsphäre kritisiert. »Hier ist nicht das geschehen, was erforderlich gewesen wäre«, sagte Schaar am Mittwoch bei der Vorstellung seines Tätigkeitsberichts in Berlin. Angesichts der schnellen Entwicklung neuer Internetdienste nehme die objektive Bedeutung des Datenschutzes immer weiter zu, sagte Schaar. Die politischen Resultate der Bundesregierung seien aber »höchst unbefriedigend«. Am schmerzlichsten sei für ihn, daß das Beschäftigtendatenschutzgesetz gescheitert sei. Damit gebe es immer noch keinen angemessenen gesetzlichen Schutz gegen die Bespitzelung am Arbeitsplatz. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.04.2013, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!