Zum Inhalt der Seite

Zschäpe hatte ­Fluchthelferin

München/Karlsruhe. Bei ihrer Flucht aus Zwickau am 4. November 2011 hatte die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe nach einem Focus-Bericht eine Helferin. Der Verdacht gegen die frühere Zschäpe-Vertraute Susann Eminger habe sich erhärtet, schreibt das Magazin unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft. Die 31jährige soll Zschäpe kurz nach der Brandstiftung am Versteck des »Nationalsozialistischen Untergrundes« Kleider übergeben haben. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen die mutmaßliche Fluchthelferin nun auch wegen des Verdachts der Strafvereitelung. Bisher hatte man ihr bereits Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft wollte sich am Sonntag nicht zu Einzelheiten äußern. Sie bestätigte aber, daß bei einer beschuldigten Person Ermittlungen auf den Verdacht der Strafvereitelung ausgeweitet wurden.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2013, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!