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NSU-Prozeß: Presseplatzverlosung

München. Nach dem Streit um das Akkreditierungsverfahren für den NSU-Prozeß werden die Presseplätze nun verlost. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) München am Freitag mit. Um sicherzustellen, daß Medien aus den Herkunftsländern der Opfer der Neonazigruppe nicht wieder leer ausgehen, richtet das OLG mehrere Lostöpfe ein. Von den 50 Plätzen sollen vier an türkischsprachige und jeweils einer an Medien in griechischer und persischer Sprache verlost werden. Dies sei ein Fortschritt im Vergleich zum ersten Verfahren, erklärte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju). Das OLG habe aber die Chance verpaßt, »durch die Simultanübertragung des Prozesses in einen Pressearbeitsraum eine der Bedeutung des Verfahrens angemessenen Zahl von Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit zu verschaffen, sich ein eigenes Bild von dem Prozeß zu machen«. (AFP/Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2013, Seite 1, Inland

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