-
15.04.2013
- → Inland
Bisher kein Cent für NSU-Opfer
Erfurt. Die Thüringer Landesregierung bemüht sich nach Ansicht der Ombudsfrau für die NSU-Opfer, Barbara John, zu wenig um deren Angehörige. Das Herkunftsland der Täter habe die Opfer bisher mit keinem Cent entschädigt, sagte John am Sonntag dem MDR Thüringen. Auch sei noch kein Kontakt zu den Familien aufgenommen worden. Öffentlich habe der Freistaat bisher keine Verbundenheit demonstriert.
Die drei bekannten Mitglieder der NSU-Terrorzelle sind in Jena aufgewachsen. Zwischen 2000 und 2007 sollen sie zehn Menschen umgebracht haben. (dpa/jW)
Die drei bekannten Mitglieder der NSU-Terrorzelle sind in Jena aufgewachsen. Zwischen 2000 und 2007 sollen sie zehn Menschen umgebracht haben. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland