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Half dem NSU noch ein weiterer »V-Mann«?

Berlin. Ein ehemaliger »Vertrauensmann« des Verfassungsschutzes soll nach Angaben von Spiegel online den Terroristen des »Nationalsozialistischen Untergrundes« (NSU) beim Anmieten von Autos geholfen haben. In Unterlagen einer Zwickauer Autovermietung seien Beamte auf seinen Namen gestoßen. Es gebe zeitliche Überschneidungen mit zwei dem NSU zugeschriebenen Morden im Juni und August 2001 in Nürnberg und München. Hinsichtlich beider Taten fehlten bisher Hinweise zu Fluchtwagen. Der langjährige Neonazi habe unter dem Decknamen »Primus« bis kurz nach der Jahrtausendwende für den Verfassungsschutz gearbeitet und Kontakt zu mindestens vier der Beschuldigten im NSU-Verfahren gehalten, berichtete die Webseite am Freitag.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2013, Seite 2, Inland

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