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Viele Reporter im Irak-Krieg getötet

New York. Der Irak-Krieg war für Journalisten einer der blutigsten Kriege überhaupt. Mindestens 150 Journalisten starben zwischen dem Beginn des Krieges im März 2003 und dem Ende im Dezember 2011, wie die Organisation »Committee to Protect Journalists« (CPJ) am Montag (Ortszeit) in New York mitteilte. Rund 85 Prozent der Getöteten seien Einheimische gewesen. Darüber hinaus seien 54 Übersetzer, Fahrer und andere Helfer der Medienvertreter getötet worden. CPJ veröffentlichte die Daten anläßlich des zehnten Jahrestages der US-Invasion im Irak am 20. März.

Laut CPJ übersteigen die Todesfälle im Irak damit bei weitem die dokumentierten Todesfälle von Reportern während anderer Kriege. Im Zweiten Weltkrieg kamen demnach 68 Journalisten um, auf dem Balkan hatte es zwischen 1991 und 1995 demnach 36 Opfer unter Reportern gegeben. Der Konflikt in Syrien habe bislang 35 Journalisten das Leben gekostet, und in Afghanistan seien seit 2001 21 Pressevertreter getötet worden. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.03.2013, Seite 15, Medien

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