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Steinbrück förderte Wirtschaftskanzlei

Berlin. Die Anwaltskanzlei Fresh­fields Bruckhaus Deringer hat in der Amtszeit des damaligen Finanzministers Peer Steinbrück (SPD) wesentlich mehr Geld aus seinem Geschäftsbereich erhalten als bislang bekannt. Im Zuge der sogenannten Bankenrettung hat sie offenbar 2008 und 2009 rund 5,5 Millionen Euro Beratungshonorare bekommen. Dies berichtete bild.de am Freitag unter Berufung auf eine Sprecherin der Finanzmarktstabilisierungsanstalt in Frankfurt am Main, die dem Ministerium unterstellt ist. Nach seiner Ministerzeit soll der jetzige SPD-Kanzlerkandidat 2011 einen Vortrag bei der Kanzlei gehalten und dafür 15000 Euro Honorar erhalten haben.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, daß Freshfields während Steinbrücks Amtszeit 1,8 Millionen Euro direkt vom Finanzministerium erhalten hat. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2013, Seite 1, Inland

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