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Paris will über ­Schulden verhandeln

Paris. Frankreichs Regierung stellt sich auf geringeres Wachstum ein und will mit der EU-Kommission über mehr Zeit zur Erreichung seiner Haushaltsziele verhandeln. Die Gespräche sollten starten, wenn die neue EU-Konjunkturprognose am Freitag vorliege, sagte Finanzminister Pierre Moscovici am Montag. »Es hängt von diesen Gesprächen ab, wie wir unsere Maßnahmen anpassen.«

Frankreichs Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault hatte vergangene Woche erstmals eingeräumt, daß sein Land das Defizitziel von drei Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr wohl verfehlen dürfte. Grund sei ein unter den Erwartungen liegendes Wachstum. Moscovici sagte dem Sender RTL, zwar gehe die Regierung weiter von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung aus. In den kommenden Wochen werde die Wachstumsprognose aber wahrscheinlich überdacht werden. Bislang rechnete die Regierung mit einem Plus von 0,8 Prozent im laufenden Jahr. Im Schlußquartal vergangenen Jahres war die Wirtschaftsleistung allerdings um 0,3 Prozent gesunken. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.02.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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