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Regierung verteidigt Familienpolitik

Berlin. Die Regierung verteidigt ihre Familienpolitik gegen Vorwürfe, die jährlich 200 Milliarden Euro Fördergeld verpufften quasi wirkungslos. Eine Sprecherin von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) betonte am Montag in Berlin, jede Familie sei für den Staat »systemrelevant« – nicht nur jene, die sich »volkswirtschaftlich betrachtet lohnen«. Eine solche Sicht wäre auch »zutiefst unmenschlich«, fügte sie hinzu. Anlaß der Diskussion ist eine Expertenstudie, der zufolge die staatliche Ehe- und Familien­förderung im Volumen von rund 200 Milliarden Euro jährlich in steuer- und sozialpolitischer Hinsicht ineffizient sei. Zu diesem Ergebnis kommt laut Spiegel ein von der Regierung beauftragter Gutachterkreis in einem internen Zwischenbericht. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2013, Seite 2, Inland

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