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05.02.2013
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Ziegenhals-Prozeß: Einstellung gefordert
Königs Wusterhausen. Wenige Tage vor Einweihung der neuen Ziegenhals-Gedenkstätte am Wochenende findet ein Prozeß gegen drei Angeklagte statt. Ihnen wird vorgeworfen, sich im Mai 2010 dazu verabredet zu haben, einen Bagger in Brand zu setzen, um den Abriß der früheren Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals zu verhindern. Die Angeklagten bestreiten das.
Die erste Hauptverhandlung im Juni 2012 war geplatzt, nachdem die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens wegen öffentlicher Vorverurteilung ihrer Mandanten u.a. durch die Berichterstattung des Spiegels und der Super-Illu gefordert hatte. Nach dem Prozeßtag erklärte zudem die damalige Vorsitzende Richterin Griehl, das Verfahren nicht unvoreingenommen führen zu können. Das Gericht bestätigte das, weil sie gegenüber der Presse geäußert hatte: »Jeder, der hier in der Gegend wohnte oder wohnt, konnte den Abriß nicht billigen.« (jW)
Die erste Hauptverhandlung im Juni 2012 war geplatzt, nachdem die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens wegen öffentlicher Vorverurteilung ihrer Mandanten u.a. durch die Berichterstattung des Spiegels und der Super-Illu gefordert hatte. Nach dem Prozeßtag erklärte zudem die damalige Vorsitzende Richterin Griehl, das Verfahren nicht unvoreingenommen führen zu können. Das Gericht bestätigte das, weil sie gegenüber der Presse geäußert hatte: »Jeder, der hier in der Gegend wohnte oder wohnt, konnte den Abriß nicht billigen.« (jW)
Öffentliche Hauptverhandlung, Mittwoch, 10 Uhr, Amtsgericht in Wildau, Friedrich-Engels-Str. 58
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