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Gegen Geschäfte mit der Reproduktion

Berlin. Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe »Kritische Feministinnen« und des Gen-Ethischen Netzwerks wollen am heutigen Freitag vor dem Bundesratsgebäude in der Leipziger Straße in Berlin gegen die anstehende Verabschiedung der Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums zur Präimplantationsdiagnostik (PID) protestieren. Zugleich haben sie die Ländervertreter in einem schriftlichen Appell aufgefordert, der Verordnung nicht zuzustimmen.

Mit der Regelung werde der mit dem Präimplantationsgesetz gefundene Konsens ignoriert, daß die PID nur in begründeten Einzelfällen erlaubt werden soll, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Initiativen. Statt dessen interpretierten die Autoren der Verordnung das Gesetz marktliberal und würden damit vor allem der Lobby der Reproduktionskliniken und deren Geschäftsinteressen gerecht.
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Die Protestierenden wenden sich prinzipiell dagegen, »zwischen lebenswert und nicht lebenswert zu unterscheiden – auch in der Petrischale«. Dies sei für sie mit dem Recht von Frauen auf Selbstbestimmung und auf Abtreibung vereinbar. Die PID erspare Frauen und Ärzten auch nicht, wie behauptet, das ethische Dilemma eines späteren Schwangerschaftsabbruchs, denn sie garantiere keine gesunden Kinder. (jW)

www.gen-ethisches-netzwerk.de
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.02.2013, Seite 15, Feminismus

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