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Zehn Jahre Haft für Majestätsbeleidigung

Bangkok. Ein prominenter thailändischer Aktivist und Journalist muß wegen Kritik am Königshaus zehn Jahre hinter Gitter. Ein Gericht sprach Somyot Pruksakasemsuk am Mittwoch schuldig, zwei Artikel veröffentlicht zu haben, die den Tatbestand der Majestätsbeleidigung erfüllten – und verurteilte ihn zu fünf Jahren Haft für jeden Text. Die besagten Artikel waren 2009 unter einem Pseudonym in Somyots inzwischen eingestelltem Magazin Voice of Taksin abgedruckt worden. Als Herausgeber hätte Somyot, der schon seit 2011 im Gefängnis sitzt, über »eine bessere Urteilsfähigkeit als gewöhnliche Journalisten« verfügen müssen, urteilten die Richter. Zum Inhalt der Texte und der vermeintlichen Schmähung der Monarchie wurden keine näheren Angaben gemacht.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.01.2013, Seite 6, Ausland

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