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Radsport: Reue für Millionen

Austin. Bester Radfahrer, bester Doper und nun bester Bereuer – Lance Armstrong (Foto) arbeitet unbeirrt an Weltruhm und Persönlichkeit. Am Donnerstag wird seine Dopingbeichte in der US-TV-Talkshow »Oprah Winfrey« zu sehen sein. Laut New York Times will der 41jährige Texaner als nächstes gegen mächtige Mitwisser vom Radsportweltverband UCI aussagen. Wenige Stunden vor Aufzeichnung der Talkshow hatte Armstrong am Montag einen Zwischenstop bei der von ihm gegründeten Krebsstiftung Livestrong eingelegt und vor den rund 100 Mitarbeitern mit stockender Stimme »Es tut mir leid« gesagt, worauf Angestellte in Tränen ausbrachen. Nach seiner TV-Beichte wurden bereits die ersten Schadenersatzforderungen gegen Armstrong laut, dessen Vermögen auf 100 Millionen Dollar geschätzt wird. Unter anderem fordert die Regierung des australischen Bundesstaats South Australia mehrere Millionen Dollar Antrittsgage zurück, wie Ministerpräsident Jay Weatherill am Dienstag sagte. Zurücküberweisen muß Armstrong wohl auch die halbe Million Dollar, die ihm die Sunday Times wegen Verleumdung einst hatte zahlen müssen. (AP/dapd/sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.01.2013, Seite 16, Sport

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