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Steinbrück will mehr Geld

Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hält die Bezüge deutscher Regierungschefs für zu niedrig. »Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig – gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muß und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt«, sagte Steinbrück der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. »Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin«, so Steinbrück. Mehrere SPD-Politiker widersprachen ihrem Kanzlerkandidaten. »Wenn wir Politiker uns an den Gehältern in der Wirtschaft orientieren, dann machen wir einen Fehler«, sagte der Bundestagsabgeordnete Dieter Wiefelspütz derselben Zeitung. Der Kieler Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels sagte, ein politisches Spitzenamt wie das des Bundeskanzlers zu bekleiden sei auch eine Ehre. »Man macht es nicht, um reich zu werden«. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2012, Seite 4, Inland

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