Zum Inhalt der Seite

Exmilizenführer aus Kongo freigesprochen

Den Haag. Der kongolesische frühere Milizenchef Mathieu Ngudjolo Chui ist am Dienstag vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag freigesprochen worden. Der Vorsitzende Richter Bruno Cotte ordnete die sofortige Freilassung des wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagten Ngudjolo an. Die Anklage habe dessen Schuld an der Ermordung von 200 Menschen bei einem Überfall auf ein Dorf im Jahr 2003 unter Beteiligung von Kindersoldaten nicht beweisen können, hieß es. Die Zeugenaussagen seien »zu widersprüchlich und schwammig« gewesen. Ngudjolo galt einst als einer der wichtigsten Milizenführer in der nordöstlichen Provinz Ituri in der Demokratischen Republik Kongo. Der 42jährige war in sieben Punkten wegen Kriegsverbrechen angeklagt, darunter wegen des Einsatzes von Kindersoldaten. Im Fall einer Verurteilung hätten Ngudjolo bis zu 30 Jahre Haft gedroht. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2012, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!