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Neskovic verläßt Linksfraktion

Berlin. Wolfgang Neskovic hat am Donnerstag seinen Austritt aus der Linksfraktion des Bundestages erklärt. Der ehemalige Bundesrichter vertritt als parteiloser Abgeordneter das Direktmandat für den Wahlkreis Cottbus/Spree-Neiße. Bei der Bundestagswahl 2013 will er seinen Wahlkreis als unabhängiger Kandidat verteidigen. Neskovic machte deutlich, daß er sich nicht mit der Fraktion überworfen habe, deren Politik er überwiegend teile. Streit gab es aber in Brandenburg. Der Vorsitzende des Landesverbands, Stefan Ludwig, sagte am Donnerstag, Neskovic’ Kritik sei immer willkommen gewesen. Der habe sich aber »durch die Art seines Agierens in der Partei isoliert«. Gregor Gysi, der Fraktions­chef der Linken, bedauert, daß »die Widersprüche« nicht anders gelöst werden konnten. Neskovic selbst sagte: »Ich kann endlich wieder frei atmen.« (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2012, Seite 1, Inland

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