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Olympia: Neu-Delhi gegen das IOC

Neu-Delhi. Dem Ausschluß durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) zum Trotz will das Nationale Olympische Komitee Indiens (IOA) die Wahl eines wegen Korruption verurteilten Funktionärs wie geplant durchführen. Wie die IOA am Mittwoch mitteilte, werde mit offiziellen Ergebnissen noch am Mittwoch abend gerechnet. »Das Oberste Gericht in Neu-Delhi hat angeordnet, die Wahl nach den Statuten der Regierung durchzuführen. Das tun wir«, sagte IOA-Präsident Vijay Kumar Malhotra. Trotz elfmonatiger Gefängnisstrafe wegen Korruption gegen Lalit Bhanot wäre dessen Wahl zum Generalsekretär damit Formsache, er tritt ohne Gegenkandidaten an. Am Dienstag hatte das IOC die Absage der Wahl gefordert und Indien vorerst ausgeschlossen. Indische Sportler dürfen bis zur Aufhebung des Bannes nicht mehr bei Olympischen Spielen starten, Funktionäre nicht mehr an IOC-Sitzungen teilnehmen. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2012, Seite 16, Sport

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