Zum Inhalt der Seite

Haßattacken gegen »Transgender«

Wien. Am 20. November wurde der 14. internationale »Transgender Day auf Remembrance« (TDoR) begangen. Aus diesem Anlaß machten mehrere Organisationen darauf aufmerksam, daß Intoleranz und Gewalt gegenüber Menschen zunehmen, die mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden oder sich dem jeweils anderen als ihrem biologischen Geschlecht zugehörig fühlen.

So teilte die Initiative »Transgender Europe« in Wien mit, daß in den letzten zwölf Monaten weltweit 265 Morde an Transmenschen registriert worden sind. Dies ist ein Untersuchungsergebnis des Trans Murder Monitoring Projekts (TMM), das im Januar 2009 gestartet wurde. Im Vergleich zu den Vorjahren sei dies ein signifikanter Anstieg. Dieser kann allerdings auch auf ein wachsendes Bewußtsein für Transphobie als Motiv für Gewalttaten und auf bessere Vernetzung von Initiativen und damit erhöhten Datenaustausch weltweit zurückzuführen sein. Die meisten Morde wurden in Brasilien (126), Mexiko (48) und den USA (15) dokumentiert.
Anzeige

Der TDoR wurde 1999 in den USA ins Leben gerufen. Er soll das öffentliche Bewußtsein über Haßdelikte an Transmenschen fördern. Inzwischen fand er bereits in mehr als 20 Ländern in Nordamerika, Europa, Asien, Afrika und Ozeanien statt. (jW)

www.transinterqueer.org
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2012, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!