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Flashmob gegen Buschkowsky-Buch

Berlin. Mit einem »Flashmob« haben am Samstag etwa zwei Dutzend Mitglieder des Republikanischen Anwalt-Vereins (RAV) die Buchhandlung Hugendubel am Berliner Hermannplatz heimgesucht. Stein des Anstoßes war eine Verkaufskampagne für das Buch »Neukölln ist überall«, das der SPD-Bürgermeister des Stadtbezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky, verfaßt hat. Die Anwälte pappten Aufkleber mit dem Text »Das Problem heißt Rassismus« auf die Buchumschläge und verlasen vor den Besuchern des Geschäfts auf deutsch und türkisch eine Erklärung, in der es heißt, Buschkowsky vertrete mit seinen Thesen eine Politik, die die gesellschaftliche Spaltung fördere.

Kritiker werfen Buschkowsky vor, er zeichne ein Zerrbild von Neukölln, indem er soziale Probleme auf die Herkunft der Betroffenen reduziere. Er befördere damit wie sein Parteifreund Thilo Sarrazin die Hetze gegen Arme und Migranten und befriedige so die dumpfesten Stammtischerwartungen.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.11.2012, Seite 5, Inland

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