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09.11.2012
- → Feminismus
Antifeministin wird Vizechefin
Hamburg. Beim Wochenblatt Die Zeit wird die bisherige Ressortleiterin Dossier, Sabine Rückert, zum 1. Dezember stellvertretende Chefredakteurin. Das teilte eine Sprecherin des Hamburger Zeitverlages vergangenes Wochenende mit. Das Journalistinnennetzwerk »Pro Quote« begrüßte den Schritt. Damit sei Die Zeit die erste große deutsche Zeitung, die mehr als jede dritte Führungsposition mit Frauen besetzt habe. Kritik kam dagegen vom feministischen Missy Magazine.
Personalwechsel gibt es auch im Zeit-Hauptstadtbüro, das künftig von Tanja Hildebrandt und Marc Brost geleitet wird. Außerdem wird das Zeit-Feuilleton ab dem 1. April 2013 von Iris Radisch und Adam Soboczynski geführt. Mit den drei Frauen übernähmen »vielfach ausgezeichnete und gestandene Journalistinnen mehr Verantwortung bei der Zeit«, lobte »Pro Quote«-Vorsitzende Annette Bruhns. Im März hatte das Netzwerk eine Frauenquote von 30 Prozent auf allen Hierarchieebenen der Redaktionen gefordert.
Missy-Magazine-Herausgeberin Chris Köver erklärte in einem offenen Brief, Rückert habe sich »während ihrer gesamten Karriere nur mit antifeministischen Positionen profiliert«. An »Pro Quote« gerichtet fragt Köver: »Gebt ihr euch damit zufrieden, einfach mehr Frauen in leitender Position in den Redaktionen installiert zu sehen? Oder steht ihr mit ›Pro Quote‹ für eine tatsächlich feministische Kritik (…)?«
(dapd/jW)
missy-magazine.de
Personalwechsel gibt es auch im Zeit-Hauptstadtbüro, das künftig von Tanja Hildebrandt und Marc Brost geleitet wird. Außerdem wird das Zeit-Feuilleton ab dem 1. April 2013 von Iris Radisch und Adam Soboczynski geführt. Mit den drei Frauen übernähmen »vielfach ausgezeichnete und gestandene Journalistinnen mehr Verantwortung bei der Zeit«, lobte »Pro Quote«-Vorsitzende Annette Bruhns. Im März hatte das Netzwerk eine Frauenquote von 30 Prozent auf allen Hierarchieebenen der Redaktionen gefordert.
Missy-Magazine-Herausgeberin Chris Köver erklärte in einem offenen Brief, Rückert habe sich »während ihrer gesamten Karriere nur mit antifeministischen Positionen profiliert«. An »Pro Quote« gerichtet fragt Köver: »Gebt ihr euch damit zufrieden, einfach mehr Frauen in leitender Position in den Redaktionen installiert zu sehen? Oder steht ihr mit ›Pro Quote‹ für eine tatsächlich feministische Kritik (…)?«
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