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Japan: AKW-Gefahr bewußt verharmlost

Tokio. Der Betreiber der Atomanlage im japanischen Fukushima hat nach eigenen Angaben die Gefahren durch einen Tsunami bewußt heruntergespielt. Die Betreiberfirma Tokyo Electric Power Company (Tepco) räumte am Freitag erstmals ein, das bestehende Risiko verharmlost zu haben, um eine Schließung des Atomkraftwerks aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami vom 11. März 2011 führten in Fukushima zur Kernschmelze und zur folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl im Jahr 1986. Das AKW war bei dem Unglück schwer beschädigt worden, große Gebiete wurden radioaktiv verseucht. »Es gab eine latente Angst vor einer Schließung«, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Tepco-Bericht. Ein von der Regierung eingesetzter Untersuchungsausschuß hatte das Unglück Anfang Juli als »von Menschen verursachte Katastrophe« bezeichnet. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.10.2012, Seite 1, Ausland

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