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Dortmund: GroßesWaffenarsenal

Düsseldorf. Wie erst jetzt aufgrund einer kleinen Anfrage der Piraten-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag bekannt wurde, hat die Polizei bei einer gegen Neonazis gerichteten Großrazzia, die am 24. August in NRW stattfand, eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Waffen sichergestellt. So gab das Landesinnenministerium am Montag bekannt, daß bei den Durchsuchungen in über 140 Privatwohnungen, Vereinsräumen sowie Gefängniszellen, insgesamt 147 Schuß-, Hieb- und Stichwaffen beschlagnahmt worden waren. Nicht alle Waffen befanden sich demnach widerrechtlich im Besitz der Neonazis, da allein 99 von ihnen über eine behördliche Erlaubnis zum Besitz einer Waffe verfügen.

Die Durchsuchungen hatten sich maßgeblich gegen die militanten Neonazigruppierungen »Nationaler Widerstand Dortmund« und »Kameradschaft Aachener Land« gerichtet, die im Zuge der polizeilichen Aktion von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) verboten worden waren. Beide »Kameradschaften« haben mittlerweile Klage gegen ihr Verbot vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster eingereicht.
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(bern)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2012, Seite 15, Antifaschismus

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