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Stahlkonzern Mittal brüskiert Paris

Florange. Der Stahlhersteller ArcelorMittal legt trotz des Widerstands der französischen Regierung und der Gewerkschaften zwei Hochöfen im Nordosten des Landes endgültig still. Betroffen seien etwa 630 der 2700 Angestellten in der Stahlfabrik in Florange nahe der deutschen Grenze, teilte der Konzern am Montag mit. Man werde versuchen, ihnen neue Stellen zu vermitteln. Die Arbeiter hatten lange und erbitterten Widerstand geleistet.

Der von britisch-indischen Magnaten Lakshmi Mittal gelenkte weltgrößte Stahlproduzent hatte die beiden Hochöfen im Juli und Oktober 2011 wegen mangelnder Nachfrage zunächst heruntergefahren. Präsident François Hollande besuchte das Werk während des Wahlkampfs und wies in der vergangenen Woche das Unternehmen an, die Anlagen entweder wieder in Betrieb zu nehmen oder zu verkaufen. Zwar hat Mittal einem Verkauf zugestimmt. Experten verweisen jedoch auf eine fehlende Nachfrage aus der Autobranche. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.10.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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