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Kritik an Plänen für Beschneidungsgesetz

Berlin. Das Eckpunktepapier des Justizministeriums zur Neuregelung der rituellen Beschneidung von Jungen ist auf breite Kritik bei Ärzteverbänden, Strafrechtlern und Opposition gestoßen. Das Ministerium will auch religiösen Beschneidern gestatten, bis zu sechs Monate nach der Geburt den Eingriff vorzunehmen. Dies würde den Verzicht auf Lokalanästhesie implizieren, da nur Ärzte Betäubungsmittel einsetzen dürfen. Volker von Loewenich, Mitglied der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, das Eckpunktepapier widerspiegele ein »viel zu eiliges Nachgeben auf politischen Druck«. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2012, Seite 2, Inland

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