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01.10.2012
- → Inland
Schlecker: 15 Millionen an Insolvenzverwalter
Stuttgart. Die Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker und deren Tochter Ihr Platz, Arndt Geiwitz und Werner Schneider, bekommen für ihre Arbeit rund 15 Millionen Euro. Schneider bestätigte die Schätzung von Experten: Am Ende werde für die Kanzlei Schneider und Geiwitz ein Betrag herauskommen, der dieser Schätzung »sehr ähnlich ist«, sagte er den Stuttgarter Nachrichten vom Samstag. »Für unsere Vergütung gibt es einen gesetzlichen Rahmen.«
Zum Vergleich: Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte 2010 mehr als 32 Millionen Euro in Rechnung gestellt. Die Karstadt-Pleite war die größte Insolvenz der Nachkriegsgeschichte.
Bei Schlecker verloren durch die Insolvenz rund 25000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. »Es gibt kaum Fälle in der Größenordnung wie Schlecker«, sagte Geiwitz den Stuttgarter Nachrichten. Solche Verfahren gebe es zweimal in zehn Jahren. »Allein das Managen von 6000 Filialen aus dem Stand heraus ist eine Herausforderung.«
Geiwitz hatte am Freitag die Schlecker-Filialen in Spanien und in Portugal an das Einzelhandelsunternehmen DIA verkauft. Mit dem Kaufpreis von 70,5 Millionen Euro sei er zufrieden, sagte Geiwitz der Zeitung. Trotzdem machte er den Gläubigern der Drogeriemarktkette keine großen Hoffnungen: »Im Moment kann ich nicht sagen, ob es zu einer Quotenzahlung kommt« – ihre Forderungen also teilweise bedient werden.
(dapd/jW)
Zum Vergleich: Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte 2010 mehr als 32 Millionen Euro in Rechnung gestellt. Die Karstadt-Pleite war die größte Insolvenz der Nachkriegsgeschichte.
Bei Schlecker verloren durch die Insolvenz rund 25000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. »Es gibt kaum Fälle in der Größenordnung wie Schlecker«, sagte Geiwitz den Stuttgarter Nachrichten. Solche Verfahren gebe es zweimal in zehn Jahren. »Allein das Managen von 6000 Filialen aus dem Stand heraus ist eine Herausforderung.«
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Geiwitz hatte am Freitag die Schlecker-Filialen in Spanien und in Portugal an das Einzelhandelsunternehmen DIA verkauft. Mit dem Kaufpreis von 70,5 Millionen Euro sei er zufrieden, sagte Geiwitz der Zeitung. Trotzdem machte er den Gläubigern der Drogeriemarktkette keine großen Hoffnungen: »Im Moment kann ich nicht sagen, ob es zu einer Quotenzahlung kommt« – ihre Forderungen also teilweise bedient werden.
(dapd/jW)
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