-
21.09.2012
- → Inland
Plakataktion vorerst gestoppt
Berlin. Die Plakataktion des Innenministeriums gegen islamistische Radikalisierung Jugendlicher ist vorläufig gestoppt worden. »Aufgrund einer aktuellen Gefährdungsbewertung des Bundeskriminalamtes« werde der eigentlich für Freitag geplante Start der Poster-Kampagne verschoben, teilte das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mit. Die Plakate zeigen Bilder junger Menschen, darunter eine Frau mit Kopftuch, die als »vermißt« bezeichnet werden, weil sie laut einem Begleittext in Gefahr sind, »an religiöse Fanatiker und Terrorgruppen« verloren zu gehen. Muslimische Verbände protestierten in den vergangenen Wochen gegen die geplante Aktion. Das Innenministerium betonte, die Öffentlichkeitskampagne werde ansonsten fortgesetzt. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland