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Schickeria verstorben

Der sogenannte Nobel-Gastronom und Oktoberfest-Wirt Michael Käfer hat eine Entdeckung gemacht: zirka 25 Jahre nach ihrem Absaufen in Kommerz, Schwachsinn und »Rossini«-Filmchen hat Käfer dem Focus, dem Schnellblatt für Schnellmerker, mitgeteilt, daß die Münchner Schickeria tot sei. Melancholisch beklagt Käfer das Ende übermäßigen Feierns. In den 1970er und 80er Jahren habe eine extrovertierte Gruppe von München ihr Geld gerne gezeigt, das sei für das Unternehmen ein großes Glück gewesen. Heute werde weniger für exzentrisches Feiern, sondern mehr für hochwertiges Essen ausgegeben, behauptet Käfer. Doch – vergelt’s Gott – die Finanzkrise spüre sein Unternehmen nicht. Seine Firma setze im Jahr 125 Millionen Euro in den Sparten Handel, Event, Gastronomie und Lizenzen um, sagte Käfer. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.09.2012, Seite 12, Feuilleton

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