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Ausstellung und Veranstaltungen: Zeugnisse einer Besatzung

Im Willy-Brandt-Haus ist ab Freitag die Fotoausstellung »Breaking the Silence: Zeugnisse einer Besatzung – Israelische Soldaten berichten« zu sehen. Sie war bereits in verschiedenen Hauptstädten Europas sowie im israelischen Parlament, der Knesset, zu sehen und zeigt Fotografien, die israelische Soldatinnen und Soldaten für private Zwecke aus dem Besatzungsalltag aufgenommen haben. Mit dieser Ausstellung erhalten Besucher Einblicke in einen Konflikt, der hierzulande große mediale Präsenz erfährt, jedoch selten so klare Konturen erhält. Parallel zur Ausstellung erscheint das Buch »Breaking the Silence: Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten« erstmals auf Deutsch im Econ-Verlag (siehe unten).

Auf der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, den 13. September, 19.30 Uhr sprechen Dr. Barbara Hendricks (Bundestagsabgeordnete und Schatzmeisterin der SPD), Bischof Dr. Markus Dröge (Aufsichtsratsvorsitzender Evangelischer Entwicklungsdienst, Bonn), Thomas Gebauer (Geschäftsführer medico international), Pfarrer Pirmin Spiegel (Hauptgeschäftsführer MISEREOR, Aachen) und Dana Golan (Direktorin Breaking the Silence, Jerusalem)

Die Ausstellung »Breaking the Silence« ist bis 29. September 2012 im Willy-Brandt-Haus (Stresemannstr. 28 in 10963 Berlin, Nähe U-Bahnhof Hallesches Tor) Dienstag bis Sonntag von 12 bis 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei (Ausweis erforderlich). Während der Öffnungszeiten bieten israelische Reservisten von »Breaking the Silence« durchgehend kostenfreie Führungen in englischer Sprache durch die Ausstellung. Konsekutivübersetzung ins Deutsche wird angeboten. Um Anmeldung wird gebeten: Daniela Zehe (Telefon 030/25993784, E-Mail: daniela.zehe@freundeskreis-wbh.de)


Bereits am Mittwoch, den 12. September, 19 Uhr, findet im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Straße 4 in 10405 Berlin) die Veranstaltung »Militärdienstverweigerung aus Gewissengründen« statt. Auf Einladung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und des AK Nahost Berlin sprechen Bar Rose und Ehud (Udi) Nir von der israelischen antimilitaristischen Organisation »New Profile« über die Rolle, die der Militarismus in der israelischen Jugend spielt und welche Auswirkung die Verweigerung aus Gewissensgründen sowohl auf die israelische als auch auf die palästinensische Gesellschaft hat.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.09.2012, Seite 3, Schwerpunkt

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