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14.07.2012
- → Inland
200000 Euro Strafe für Facebookparty
Konstanz. Einladungen via Facebook können teuer werden. Nicht nur wegen des möglichen Ansturms, sondern auch im Fall von Polizeieinsätzen. Nach dem Verbot einer über das soziale Netzwerk aufgerufenen Party in Konstanz und einem vorsorglichen Großaufgebot von Sicherheitskräften hat die Polizei einen Initiator ermittelt. Ihm droht nun ein Zivilverfahren, Stadt und Polizei könnten die Kosten von 200000 Euro für den Großeinsatz zurückfordern, wie ein Behördensprecher am Freitag sagte. Der Beschuldigte soll über einen anonymen Account zu der Party am vergangenen Samstag im Strandbad Horn aufgerufen haben. Tausende Facebook-Nutzer hatten auf »gefällt mir« geklickt und ihr Kommen signalisiert. Die Stadt Konstanz reagierte umgehend und verbot die Veranstaltung offiziell. Am Abend kamen um die 100 Gäste, die auf dem Areal am Bodenseeufer grillen wollten, 31 erhielten Polizeiangaben zufolge einen Platzverweis.
(dapd/jW)
(dapd/jW)
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