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Verdorbener Spaß

Die katholische Kirche verkauft den Weltbild-Verlag nun doch nicht. Statt dessen bringen die Eigentümer ihre Anteile in eine neue Stiftung ein und verzichten künftig auf eine Gewinnbeteiligung, wie Aufsichtsratschef Peter Beer am Donnerstag mitteilte. Der Buchhandelskonzern ist im Besitz von zwölf deutschen Diözesen, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin. Er ist zur Hälfte an der Hugendubel-Kette beteiligt. Die konkurrierende Thalia-Kette wird zur Zeit vom Eigner Douglas saniert. Mit 6400 Mitarbeitern setzt Weltbild im Jahr 1,6 Milliarden Euro um. Die Eigentümer hatten den Spaß an ihrem Verlag verloren, als die Kurie sich an erotischen und kirchenkritischen Angeboten im Programm stieß. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2012, Seite 13, Feuilleton

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