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Israel schiebt Südsudanesen ab

Jerusalem. Im Zuge einer Ausweisungskampagne will Israel erneut eine Gruppe von Migranten abschieben. Nach Angaben des Innenministeriums sollten in der Nacht zum Dienstag 150 Südsudanesen ausgeflogen werden. Bereits Mitte des Monats waren Einwanderer abgeschoben worden. Die Behörden bieten ihnen Geld dafür, daß sie »freiwillig« gehen. Bleiben sie, droht ihnen die Festnahme. Etwa 60000 Afrikaner, vorwiegend aus Eritrea und dem Sudan, sind seit 2005 über Ägypten illegal nach Israel eingereist. Die meisten Migranten flüchteten vor autoritären Regimen und können daher nicht abgeschoben werden. Der erst vor einem Jahr gegründete Südsudan unterhält gute Beziehungen zu Israel.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2012, Seite 6, Ausland

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