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Ecuador prüft Assange-Antrag

London. Ecuador hat nach dem überraschenden Asylantrag von Wikileaks-Gründer Julian Assange seine Botschafterin aus Großbritannien zurückgerufen. Ana Albán wollte am Wochenende in Quito Präsident Rafael Correa und Mitarbeiter des Außenministeriums über den Fall informieren, wie die ecuadorianische Botschaft in London mitteilte. Correa hat angekündigt, den Antrag zu prüfen. Zuvor werde er den Fall aber noch mit Großbritannien, Schweden und den USA diskutieren. Assange hatte sich am Dienstag in die ecuadorianische Botschaft abgesetzt und einen Antrag auf politisches Asyl gestellt. Er wehrt sich seit 2010 gegen seine Auslieferung nach Schweden, wo er zu Vergewaltigungsvorwürfen befragt werden soll. Assange hält sich weiter in einem Büro der ecuadorianischen Botschaft auf. Wenn er das Gebäude verläßt, wird er wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen festgenommen, wie die britische Polizei ankündigte.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2012, Seite 6, Ausland

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