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Scharfe Kritik an Netanjahu

New York. Wegen des tödlichen israelischen Militärangriffes auf die Free-Gaza-Flottille vor zwei Jahren sind in einem israelischen Regierungsbericht schwere Vorwürfe gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erhoben worden. Im Entscheidungsprozeß seien erhebliche Defizite festgestellt worden, hieß es in dem Report, der am Mittwoch vorgestellt wurde. So habe es keine koordinierte Zusammenarbeit gegeben. Netanjahu habe nicht erkannt, daß ein erzwungener Stopp der Flotte zu einer gewaltsamen Konfrontation an Deck der »Mavi Marmara« führen könne, hieß es weiter. Der Regierungschef hatte stets erklärt, Tel Aviv sei verantwortungsbewußt mit dem »Zwischenfall« umgegangen. Israelische Kommandokräfte hatten das Schiff am 31. Mai 2010 gestürmt und neun Menschen getötet, darunter acht Türken. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2012, Seite 1, Ausland

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