-
14.06.2012
- → Ausland
Scharfe Kritik an Netanjahu
New York. Wegen des tödlichen israelischen Militärangriffes auf die Free-Gaza-Flottille vor zwei Jahren sind in einem israelischen Regierungsbericht schwere Vorwürfe gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erhoben worden. Im Entscheidungsprozeß seien erhebliche Defizite festgestellt worden, hieß es in dem Report, der am Mittwoch vorgestellt wurde. So habe es keine koordinierte Zusammenarbeit gegeben. Netanjahu habe nicht erkannt, daß ein erzwungener Stopp der Flotte zu einer gewaltsamen Konfrontation an Deck der »Mavi Marmara« führen könne, hieß es weiter. Der Regierungschef hatte stets erklärt, Tel Aviv sei verantwortungsbewußt mit dem »Zwischenfall« umgegangen. Israelische Kommandokräfte hatten das Schiff am 31. Mai 2010 gestürmt und neun Menschen getötet, darunter acht Türken. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland