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Lufthansa will Entschädigungen

Frankfurt. Die Lufthansa will für das Debakel um den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg entschädigt werden. Die Fluggesellschaft habe die Höhe des Schadens, der aufgrund der Verschiebung der Eröffnung entstanden ist, zwar noch nicht ermittelt, sagte Vorstandschef Christoph Franz dem Tagesspiegel (Sonntagausgabe). Fest stehe jedoch, daß man der Flughafengesellschaft die Rechnung dafür präsentieren werde. Lufthansa starte am Sonntag in Tegel ihr erweitertes Hauptstadtangebot, das ursprünglich für den neuen Flughafen »Willy Brandt« vorgesehen war. Franz sagte der Zeitung, er hoffe, daß es nicht zu nennenswerten Engpässen komme.

Für den neuen Eröffnungstermin ist er »zuversichtlich, daß es zum 17. März funktioniert«. Ganz anders dagegen sein Kollege Hartmut Mehdorn vom Rivalen Air Berlin. »Wir müssen glauben, was uns die Verantwortlichen sagen«, zeigte sich Mehdorn im Interview der Super-Illu skeptisch. Auf die Frage, ob er sicher sei, daß der neue Flughafen den Betrieb im März 2013 aufnehme, sagte er dem Blatt: »Das kann ich Ihnen nicht beantworten.«
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(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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