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Piraten fordern legale Tauschbörsen

Berlin. Nach dem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Netzaktivisten und Künstlern treiben die Parteien eine Überarbeitung des Urheberrechts voran. Am Montag legten sowohl SPD als auch Piratenpartei dazu Forderungskataloge vor. Zur Diskussion steht unter anderem die Teillegalisierung von Tauschbörsen im Internet. Während die Musikindustrie vor einer Aufweichung der Künstlerrechte warnt, betonen die Piraten, die Rechte der Urheber gegenüber den Rechteverwertern stärken zu wollen. Ihre »zehn wichtigsten Punkte einer Urheberrechtsreform« sehen vor, den »privaten, direkten, nichtkommerziellen« Austausch von Musik und Filmen zu legalisieren. Zudem wollen die Piraten unterbinden, daß private Nutzer mit hohen Forderungen abgemahnt werden können. Auch der Arbeitskreis »Urheberrecht« der SPD-Bundestagsfraktion beklagt die hohen Kosten für Abmahnanwälte. Zum Umgang mit Tauschbörsen äußert sich die SPD aber nicht konkret. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.05.2012, Seite 1, Inland

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