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Metallunternehmer erwarten Einigung

Sindelfingen. Mit einem Aufruf der Unternehmer zum Streikverzicht sind am Freitag die Tarifverhandlungen für die etwa 800000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg fortgesetzt worden. IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann sagte in Sindelfingen, beim Thema Leiharbeit seien die Positionen der Tarifparteien nach wie vor »meilenweit auseinander«. Er habe »noch große Zweifel«, daß die Parteien hier wie bei der Übernahme Auszubildender zu einem endgültigen Ergebnis kommen. Die Gewerkschaft fordert zudem 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Das Ergebnis der Gespräche in Baden-Württemberg gilt als richtungsweisend. Dort waren schon oft Pilotabschlüsse für Deutschlands bedeutendste Industrie­branche mit ihren 3,6 Millionen Beschäftigten geglückt. Für den Fall, daß es bis Pfingsten keine Einigung gibt, hat IG-Metall-Chef Berthold Huber unbefristete Streiks angekündigt (siehe jW vom Freitag). (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.05.2012, Seite 1, Inland

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