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Bayerns Landtag untersucht Mordserie

München. Mit der bundesweiten Neonazimordserie wird sich nun auch in Bayern, wo die Hälfte der bisher bekannten Opfer starb, ein Untersuchungsausschuß befassen. Die SPD-Landtagsfraktion beschloß am Mittwoch in München, die Einsetzung eines solchen Gremiums zu beantragen. Fraktionschef Markus Rinderspacher betonte, er strebe die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen an. Die Zahl der SPD-Abgeordneten reicht jedoch bereits aus, um einen Untersuchungsausschuß durchzusetzen. Er soll unter anderem klären, warum die Verbrechen der Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) so lange nicht zugeordnet werden konnten. Angestrebt ist eine Zusammenarbeit mit den Untersuchungsausschüssen des Bundestages und des Thüringer Landtags. Dem NSU werden insgesamt zehn Morde, fünf davon in Bayern, zur Last gelegt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2012, Seite 4, Inland

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