Zum Inhalt der Seite

Wikileaks: USA gegen Ecuador

Quito. Die USA haben nach dem Amtsantritt des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa mit Oppositionellen zusammengearbeitet, um die neue Regierung des südamerikanischen Landes zu destabilisieren. Das geht einem Bericht der Tageszeitung El Telégrafo zufolge aus Fernschreiben der US-Botschaft in Quito hervor, die der Internetdienst Wikileaks veröffentlicht hat. Demnach traf sich der Oppositionspolitiker und damalige Chef der Bank von Guayaquil, Guillermo Lasso, im März 2007 mit Washingtons Diplomaten, um deren Unterstützung bei der Schaffung eines Bündnisses der Regierungsgegner gegen Präsident Correa zu erhalten. Dem Dokument zufolge habe sich die US-Botschaft interessiert gezeigt, die Oppositionellen zu unterstützen, wenn diese »verantwortungsvolle Alternativen« vertreten würden. (PL/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.05.2012, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!